Radolfzell und seine Bodenseeflotte

Im Jahre 1867 befuhr der erste Dampfer den Zellersee

Als nach Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Waldshut nach Konstanz die Schweizerische Nordostbahngesellschaft ihren letzten Dampfer aus dem Untersee abzog und nach Romanshorn verlegte, bot der lieblichste Seeteil den Anblick einer verwaisten Wasserfläche. Schon im Jahre 1850 war in Schaffhausen eine erste schweizerische Dampfboot-Gesellschaft gegründet worden, die ab 1851 mit dem Dampfer "Stadt Schaffhausen" einen regelmäßigen Liniendienst aufnahm, der bis in den Obersee ausgedehnt wurde. Das junge Unternehmen startete vielversprechend, sodass bis 1855 drei weitere Schiffe beschafft werden konnten. Aber noch im selben Jahr eröffnete die Schweizerische Nordostbahn-Gesellschaft in Romanshorn den bis heute flächenmäßig größten Bodenseehafen mit 74.140 Quadratmetern. Mit den Dampfern "Thurgau" und "Stadt Zürich" wurde der Querverkehr nach Friedrichshafen und Lindau aufgenommen. Die Vorstände der Nordostbahn setzten alls daran, die unliebsame Konkurrenz aus Schaffhausen aus dem Wege zu schaffen. Schon zum 1. Januar 1857 kam es zu einem Fusionsvertrag mit der Schaffhausen Gesellschaft und die vier Dampfschiffe gingen in den Besitz der Schweizerischen Nordostbahn über. Vorläufig verblieben zwar ncch ein- bis zwei Dampfschiffe in Schaffhausen, aber der Verkehr auf dem Untersee erreichte keine überregionale Bedeutung mehr.

Vor allem die Anwohner der schweizerischen Unterseegemeinden empfanden diesen Zustand als untragbar und gründeten schon 1864 in Diessenhofen eine neue Dampfboot-Gesellschaft. Rechtsnachfolgerin dieses Unternehmens ist die heutige Schifffahrtsgesellschaft Untersee & Rhein, die 2015 ihr 150-jähriges Jubiläum feiern konnte. Schon in den Monaten April und Mai 1865 konnte mit den Dampfbooten "Arenaberg" und "Rheinfall" ein geregelter Kursverkehr zwischen Schaffhausen und Konstanz aufgenommen werden. Dank der guten Frequenzen, konnte schon zwei Jahre später als drittes Schiff die „Schweiz“ in Betrieb genommen werden. Die mit einer Nassdampf-Zwillingsmaschine von 200 PS ausgerüstete "Schweiz" war das erste Dampfschiff, aus den Werkhallen der Winterthurer Maschinenfabrik Gebrüder Sulzer.  Mit einem Bestand von drei Dampfschiffen war es nun möglich, ab 1867 an Markttagen  den Zellersee zwischen der Insel Reichenau, Iznang und Radolfzell zu befahren. Ein herber Rückschlag bedeutete für das junge Unternehmen, eine Kesselexplosion des  Dampfers "Rheinfall" am 20. Dezember 1869 vor Berlingen, wobei mehrere Todesopfer zu beklagen waren. Als Unfallursache wurde ein Versagen der Kesselspeisepumpe vermutet. Die "Rheinfall" konnte ein Jahr später aus einer Tiefe von sieben Metern gehoben und von Gebrüder Sulzer wieder instandgesetzt werden. Ironischerweise  verkehrte das Schiff jetzt unter dem neuen Namen "Neptun". Mit dem 1870 als Ersatzschiff für die gesunkene "Rheinfall" in Dienst gestellten "Hohenklingen" hatte sich die Gesellschaft offensichtlich finanziell übernommen.  Der Dampfer wurde zum Verkauf angeboten und ging gegen eine Summe von 70.000 Schweizerfranken in den Besitz der württembergischen Staatsbahnen über. In Friedrichshafen erhielt das Schiff zunächst den Namen „Christoph“, wurde aber dann nach Indienststellung des attraktiveren Salondampfers in „Moempelgard“ umbenannt. Diese Grafschaft, das heutige Montbelíárd in der burgundischen Pforte zählte damals zu den Besitztümern der württembergischen Krone. Im Jahre 1902 wurde das Schiff zurückgekauft und erhielt wieder seinen angestammten Namen „Hohenklingen“. Auf Wunsch der badischen Hörigemeinden, verlegte ab 1871 die Dampfschifffahrts-Inspektion Konstanz ihr damals kleinstes Schiff, den 1864 erbauten Dampfer „Mainau“ (I) in den Untersee. Zweimal am Tag befuhr dieser eher unscheinbare Dampfer die Route von Radolfzell über die Insel Reichenau nach Öhningen und zurück. Zu diesem Zweck wurden in Radolfzell und in Öhningen Kohlendepots angelegt. Bei Bedarf konnten hier auch die Dampfschiffe aus Schaffhausen ihre Bunkervorräte ergänzen. Die „Mainau“ war für 150 Personen zugelassen und wurde einer 105 PS leistenden Verbundmaschine angetrieben. Im November 1884 strandete der Dampfer während eines schweren Weststurmes vor der Insel Reichenau, wobei das Steuerbord-Schaufelrad zu Bruch ging. Mit Hilfe des von Konstanz herbeigeholten Güterschleppbootes „Möve“ gelang es, den Dampfer abzustützen und vor Ort zu reparieren. Nur wenige Monate später geriet die „Mainau“ an der Landestelle Iznang auf einen nicht sichtbaren Pfahlstummel, wobei eine der hölzernen Radschaufeln zertrümmert wurde. Aber auch für die badischen Staatseisenbahnen bedeutete der „Höri-Dienst“ ein Minusgeschäft. Damals gab es am Zellersee noch keinen Fremdenverkehr und die Schiffe wurden fast ausschließlich für Marktfahrten und Berufspendlern der aufstrebenden Radolfzeller Industriebetriebe genutzt. Trotzdem bedeutete die Schifffahrt für die einheimische Bevölkerung ein Stück Lebensqualität. Als die „Mainau“ aus dem Untersee zurückgezogen wurde, waren wieder die Schaffhauser für den Höri-Dienst zuständig. Im Jahre 1890 lieferten die Gebrüder Sulzer den kleinen Doppelschrauben-Dampfer „Rhein“, der 1891 seinen Dienst aufnahm. Bei einer Länge von 24 Metern konnte das Schiff 90 Personen oder 5 Tonnen Frachtgut aufnehmen. Angetrieben wurde das Schiff von zwei jeweils 25 PS leistenden Verbundmaschinen. Für den stetig zunehmenden Marktverkehr erwies sich bald seine Kapazität als viel zu gering. Der kleine Dampfer gab nur ein kurzes Gastspiel auf dem Untersee und wurde deshalb 1899 auf den Murtensee verkauft, wo er unter dem Namen „Morat“ noch bis 1921 verkehrte. Als vorübergehende Ersatz mietete die Schaffhauser Gesellschaft den schon zur Ausmusterung vorgesehenen württembergischen Dampfer „Wilhelm“ (II) an. Kurzfristig verkehrte auch der badische Dampfer „Friedrich“ auf dem Untersee.

Der kleine Doppelschraubendampfer "Rhein" gab nur ein kurzes Gastspiel auf dem Untersee
und wurde schon 1899 auf
den Murtensee verkauft.
(Bild: Stadtarchiv Schaffhausen/Karl F. Fritz)

Nach der Jahrhundertwende wurden die Radolfzeller Stadtväter diesem ständigen Wechsel der Schifffahrts-Unternehmen überdrüssig und beschlossen einen eigenständigen Betrieb zu gründen. Im Jahre 1906 wurde vom Greifensee das ehemalige, von einem 6 PS leistenden Benzinmotor angetriebene Lastschiff „Nymphe“ angekauft. Vier Jahre später erwarb die Gesellschaft aus Bregenz den Schraubendampfer „Karoline“. Dieser kleine Dampfer war bisher auf der lokalen Schifffahrtslinie zwischen Bregenz und Lochau eingesetzt worden und erhielt nun den Namen „Stadt Radolfzell“. Wenige Monate nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, sorgte die „Stadt Radolfzell“ für einiges Aufsehen, als das Schiff auf der Insel Reichenau mit 119 Zentnern Frühkartoffeln überladen wurde und in Höhe der Halbinsel Mettnau auf eine Tiefe von 17 Metern sank. Die dreiköpfige Besatzung und die wenigen Fahrgäste konnten noch rechtzeitig von einigen Fischerbooten geborgen werden. In Radolfzell erhitzten sich die Gemüter weniger wegen des gesunkenen Dampfers, sondern vor allem wegen seiner wertvollen, für das städtische Versorgungsamt bestimmten Ladung in einer Zeit, wo Meister Schmalhans den Küchenzettel dirigierte. Das Wasser war vermutlich durch die Schlackenauswurfluke des Kessels eingedrungen. Im Oktober 1919 gelang es einer Zürcher Taucherfirma, die „Stadt Radolfzell“ zu heben. Das Schiff konnte auf der Konstanzer Werft wieder flottgemacht und instandgesetzt werden.

Im Jahre 1921 wechselten beide Schiffe abermals ihren Besitzer. Die „Stadt Radolfzell“ und die „Nymphe“ wurden von der Schaffhauser Gesellschaft übernommen, blieben aber weiterhin in Radolfzell stationiert. Als ab 1924 die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft den badischen Unterseeverkehr übernahm. wurden beide Boote bis zur Beschaffung eines Neubau-Motorschiffes von den Schaffhausern angemietet. Als 1926 auf der Bodanwerft in Kressbronn eine neue „Stadt Radolfzell“ vom Stapel lief, hatte der kleine Dampfer ausgedient. Die alte „Stadt Radolfzell“ lag noch zwei Jahre beschäftigungslos am Werftkai in Feuerthalen-Langwiesen und verabschiedete sich im Mai 1928 mit einem dreitägigen Ausflug des Munotvereines Schaffhausen nach Rorschach und seinem einstigen Heimathafen Bregenz. Einige Wochen später wurde die als „Kartoffeldampfer“ in die Schifffahrtsgeschichte eingegangene „Stadt Radolfzell“ (I) in Konstanz verschrottet.

Letzte Fahrt des legendären "Kartoffeldampfers", der "Stadt Radolfzell" (I) am 28. Mai 1928
 (Bild: Stadtarchiv Schaffhausen/Karl F. Fritz)

Die neue „Stadt Radolfzell“ war das erste Doppelschraubenschiff auf dem Bodensee. Allerdings arbeitete seine  Motorenanlage nie zufriedenstellend, sodass dieses Schiff schon 1934 wieder ausgemustert und im Obersee versenkt wurde. Teile der „Stadt Radolfzell“ wurden zum Bau des Dienstbootes „Greif“ verwendet. Im Jahre 1926 erhielt die Flotte in Radolfzell weiteren Zuwachs durch das aus dem Jahre 1858 stammende Dampfschiff „Mainau“ (II), das bis 1897 den Namen „Stadt Konstanz“ (II) trug. Die „Mainau“ gab allerdings nur ein kurzes Gastspiel im Untersee. Als 1927 das stattliche Motorschiff „Höri“ im Untersee aufkreuzte, leistete die „Mainau“ noch Reservedienste. Der alte Dampfer wurde gegen Jahresende nach Konstanz zurückverlegt und nicht mehr in Betrieb genommen. Im Oktober 1928 endete der 70 Jahre alt gewordene Flottenveteran unter den Schneidbrennern der Abbruchfirma Haymann im Konstanzer Hafen.

Auch der in die Jahre gekommene Dampfer "Mainau" ex Stadt Konstanz" gab nur ein kurzes Gastspiel auf dem Untersee.

    (Sammlung Fritz)

Vermutlich beabsichtigte die Deutsche Reichsbahn eine eigenständige Flotte auf dem Untersee zu betreiben. Aber weder die „Stadt Radolfzell“ noch die „Höri“ eigneten sich aufgrund ihrer Bauweise zur Durchfahrt der Rheinbrücken von Stein am Rhein und Konstanz. Besonders bei der „Höri“ mussten bei einer fälligen Werftüberholung Hauptmast, Steuerhaus und Kamin demontiert werden. Deshalb wurden schon die nachfolgenden Neubauten „Reichenau“ (I) und „Mettnau“, die 1928/29 vom Stapel liefen mit umlegbaren Masten und abklappbaren Steuerhaus-Oberteilen ausgerüstet. Mit der Inbetriebnahme des Motorschiffes „Schienerberg“ im Jahre 1930, wurde die „Höri“ im Untersee nicht mehr benötigt und wurde zusammen mit dem Schwesterschiff „Mainau“ (III) dem Verkehr auf dem Überlingersee zugeteilt. Eine neue „Radolfzell“ aus der Hitzler-Werft in Regensburg ersetzte im Jahre 1936 die nur 10 Jahre alt gewordene Namensvorgängerin. Während die Schiffe „Radolfzell“, „Mettnau“ und „Reichenau“ überwiegend Kursdienst leisteten, wurden mit der inzwischen umgebauten „Schienerberg“ unter der Regie der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ Ausflugsfahrten in alle drei Seeteile unternommen. Dies führte im Sonderverkehr auf dem Untersee immer wieder zu Engpässen, weshalb zeitweise auch die neuen Motorschiffe „Arenenberg“ und „Munot“ Aushilfsdienste für die Deutsche Reichsbahn leisten mussten.

Die Fahrt zum 70. Geburtstag des ersten Sulzer-Dampfers "Schweiz" führte im Juni 1937 nach Radolfzell.

     (Bild: Stadtarchiv Schaffhausen/Karl F. Fritz)

Im Jahre 1940 wurde auch auf dem Untersee der Schiffsverkehr drastisch eingeschränkt. Im weiteren Kriegsverlauf wurden nur noch die Motorschiffe „Reichenau“ und „Mettnau“ betriebsbereit gehalten. Nach dem Einmarsch französischer Truppen wurde im Jahre 1945 der Schiffsverkehr ab Radolfzell vollständig eingestellt. Erst im Frühjahr 1946 konnte mit der „Reichenau“ wieder ein bescheidener Liniendienst nach Iznang und der Insel Reichenau aufgenommen werden. Als sich ab Mai 1949 der Schiffsverkehr normalisierte, konnten auch die Stationen am Schweizerufer wieder regelmäßig angelaufen werden. Der Pendelverkehr nach Iznang wurde ab 1952 durch das von der Bootswerft Martin erbaute Motorboot „Woge“ ergänzt. Damit verfügte die Radolfzeller Teilflotte über einen stattlichen Bestand von fünf Einheiten. Ein immer zuverlässiger funktionierendes Omnibusnetz führte im Jahre 1960 zur Einstellung des Winterverkehrs. Zahlreiche Fahrgäste waren in den 1960er Jahren enttäuscht, dass es auf den deutschen Schiffen im Untersee kein Bordrestaurant gab. Eine Zeitzeugin aus Gaienhofen erinnert sich, im Kindesalter ihre Eltern so lange bearbeitet zu haben, bis ein Schweizerschiff anlegte, auf dem Schokolade und Limonade verkauft wurden.

Mit der Aufgabe des Winterverkehrs war auch das Motorboot „Woge“ überflüssig geworden. Es wurde 1961 an einen privaten Eigner verkauft. Im selben Jahr verabschiedete sich auch das aus dem Jahre 1928 stammende Motorschiff „Reichenau“ vom Bodensee und wurde an ein Schifffahrtsunternehmen W. Haupt in Berlin-Tegel verkauft. Das Schiff wechselte inzwischen mehrfach seinen Besitzer und wurde dreimal umgebaut. Unter dem Namen „Matthias Bethge“ soll sich die frühere „Reichenau“ heute noch in Fahrt befinden. Ab 1960 wurde auch die „Schienerberg“ überwiegend auf dem Überlingersee eingesetzt. Am 19. Juni 1961 wurde im Konstanzer Hafen ein neues Motorschiff mit dem Namen „Reichenau“ feierlich eingeweiht. Schiffsführer auf seiner Jungfernfahrt in den Untersee war Heinrich Böhe, ein waschechter Reichenauer, der auch als Obermaschinist noch auf den letzten Dampfschiffen tätig war. Mit der neuen „Reichenau“ konnte nun auch die „Mettnau“ mit ihrer damals von den Fahrgästen kaum noch geschätzten „Holzbankklasse“ entbehrt werden. Das Schiff wurde 1963 ausgemustert und an einen privaten Eigner weiterverkauft. Im Jahre 1967 wurde auch die formschöne „Radolfzell“ mit ihrem auffälligen Kreuzerheck stillgelegt. Der erst zwei Jahre zuvor neu eingebaute 300-PS-Motor fand eine Weiterverwendung auf dem Arbeitsschiff „Möve“. Neben der „Reichenau“ waren jetzt nur noch zusätzlich ein Boot der „Raubvogelklasse“, „Sperber“ oder „Falke“ in Radolfzell stationiert. Erst 1988 wurde mit dem Motorschiff „Meersburg“ ex „Schienerberg“ ab Radolfzell über die Insel Reichenau und Konstanz eine direkte Verbindung zur Insel Mainau aufgenommen. Mit der Ausmusterung dieser traditionellen Einheit im Jahre 1992, wurde auch dieser Kurs ersatzlos auf dem Fahrplan gestrichen.

Als in der Presse bekannt gegeben wurde. dass sich auf der Schiffswerft Genthin in der Mark Brandenburg ein Neubauschiff für den Untersee in der Vormontage befand, hofften zahlreiche Anwohner am Untersee auf den Namen „Radolfzell“. Groß war die Enttäuschung, als das Schiff den Namen „Königin Katharina“ erhielt. Die württembergische Königin nach der das Schiff benannt wurde, hatte sich zwar als Landesmutter große Verdienste erworben, stand aber in keinem Bezug zum Bodensee. Trotzdem wurde die „Königin Katharina“, von den Mannschaften als „Kathi“ bezeichnet, für einige Jahre zum unangefochtenen Star des Radolfzeller „Wäschbruckhafens“. Mit einer Länge von 52,60 Metern und rund 300 Tonnen Wasserverdrängung war die „Kathi“ mit Abstand das größte Schiff, das jemals in Radolfzell stationiert war. Dank der großzügigen Infrastruktur und einem großflächigen Sonnendeck, konnte das Schiff auch für zahlreiche Event- und Charterfahrten verwendet werden. Nach einigen Jahren erkannten die Bodensee-Schiffsbetriebe, dass die „Kathi“ auf dem Untersee nicht so freizügig verwendet werden konnte, wie ursprünglich vorgesehen. Aufgrund seiner Dimensionen, konnte das Schiff auch nicht auf der Rheinstrecke zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen eingesetzt werden. Ab 2003 wurde deshalb die „Königin Katharina“ dem Ausflugsverkehr ab Lindau zugeteilt.

Das von den Fahrgästen liebevoll als "Reichenaule" bezeichnete Stammschiff nimmt vorläufig Abschied vom Untersee.

     (Foto Joachim Simon)

Um den deutschen Unterseeverkehr wieder attraktiver zu gestalten, beschlossen die Bodensee-Schiffsbetriebe ab der Saison 2017 die „Königin Katharina“ wieder nach Radolfzell zu verlegen. Neues Einsatzgebiet der wesentlich kleineren „Reichenau“ wird auf absehbare Zeit der Überlingersee.

(Karl F. Fritz)

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